Dauwd

Review: Dauwd – “Jupiter George”

Mit gerade einmal zwei Singles und drei kleinen EP’s in 5 Jahren ist Dauwd wahrscheinlich einer der wenigen Künstler, die selbst im Zeitalter der digitalen Schnelllebigkeit noch immer ein hohes Maß auf Reife und Qualität legen. So gehörten jegliche Veröffentlichungen – vom 2014’er “Kindlinn”, seinem Release-Debüt auf Kompakt Records, bis hin zu dem als Post-Dubstep verschrienen “What’s There” – jedes Jahr zu den Top-Listen vieler Musikkritiker und Hörer, wodurch die Erwartungen von Release zu Release im Laufe der Jahre gestiegen sind.

“Jupiter George” stellt dabei in der Diskografie des jungen Briten eine Art Experiment dar, bei welchem sich Dauwd erstmalig voll und ganz dem klassischen Techno verschrieben hat. Zwar bleibt er dennoch seinen altbewährten basslastigen Beat-Konstrukten und den halligen Pads treu, lässt jedoch seit neuestem auch Samples von akustischen Aufnahmen mit einfließen und schafft es somit erneut den Spagat zwischen melodischer Atmosphäre und groovigem Pattern zu absolvieren. Den Anfang macht dabei der knapp sechsminütige Titel-Track, welcher mit einem weichen Gitarren-Sample und einer Fülle an aufeinander folgenden Beat-Strukturen und warmen Pad-Sounds, welche sich vor allem erst seit “Kindlinn” zu dem Klangbild Dauwd’s dazugesellt haben, und trotz dieser recht schlichten Art und Weise, selbst nach 5 Minuten aktivem Hörens nicht langweilig wird. Der darauf folgende Track “Ritter Sport” folgt ebenfalls diesem Prinzip und sticht durch eine großartige und sehr abwechslungsreiche Verwendung von Samples eines Live-Akustik Stücks heraus, die dem Track eine gewisse Eigenheit und Tiefe verschaffen. Als Abschluss der EP überzeugt “Take Four” anfangs noch mit einer großartigen Padsphäre und sehr organischen Sounds, verwandelt sich aber kurze Zeit später in ein sehr perkussiv orientiertes 90’er Techno-Brett mit einem verzerrten Vocal-Sample und großartigen, aber auch dennoch klassischen, Synthesizer- und Rhode-Sounds.

Dauwd’s “Jupiter George” EP wurde am 9. März 2015 über Kompakt Records veröffentlicht. Alle weiteren Informationen dazu gibt es auf kompakt.fm.
Foto: via Kompakt Records

31. März 2015 / Christian

sbtrkt

SBTRKT veröffentlicht “FLAREtWO”, “Roulette” & “nO less” über Soundcloud

Tomb, gloom, doom – Aaron Jerome alias SBTRKT befindet sich scheinbar auf einem Weg zurück, back to the roots. So hat der Produzent in der letzten Nacht drei neue Tracks veröffentlicht, welche sich vom Soundbild von dem leichten Pop-Touch seiner letzten LP “Wonder Where We Land” (2014, Young Turks) erholen und wieder auf strikt perkussive, wirre Beats – wie wir es von seinem Debüt kennen – setzt. Die dafür verwendeten Soundcloud Genre-Tags ‘tomb’ (Grab), ‘gloom’ (Dunkelheit) und ‘doom’ (Untergang) beschreiben daher perfekt die wiedererlangte Härte und die düstere Stimmung, lassen jedoch Raum für Interpretation, wie doch diese markante Wirrheit denn wieder dazu gelangt ist.

Bereits in der Vergangenheit veröffentlichte SBTRKT schon einige Goldstücke wie das “girls love beyoncé” Edit oder auch “IMO”; “FLAREtWO”, “Roulette” und “nO less” gehören für eingefleischte Fans sicherlich von nun an auch dazu.

SBTRKT’s “Wonder Where We Land” LP wurde am 7. Oktober 2015 über Young Turks/XL Recordings veröffentlicht. Alle weiteren Informationen dazu gibt es auf sbtrkt.com.
Foto: © Dan Wilton

30. März 2015 / Christian

Jamie xx

Jamie xx veröffentlicht Debüt-LP “In Colour” am 29. Mai

‘Oh my gosh’ – Jamie Smith alias Jamie xx wird am 29. Mai, nach zahlreichen EP’s, Single-Veröffentlichungen, Ko-Produktionen und Remixes, sein langersehntes Debüt “In Colour” veröffentlichen. Mit 11 Tracks, inklusive der beiden bereits bekannten Singles “Sleep Sound” und “Girl” sowie den neuesten Geniestreichen “Loud Places” und “Gosh”, wird “In Colour” – laut eigenen Aussagen – einen Einblick in 6 Jahre “Hotelroom”-Produktion geben, bei welcher er vor allem von seinem Heimweh auf Tour als Teil der The xx inspiriert wurde. Neben Bandmates Romy Madley Croft und Oliver Sim, sind zudem überraschenderweise Rapper Young Thug und der Dancehall-MC Popcaan vertreten, als auch Four Tet als Produktionspartner auf dem bereits bekannten “Sea Saw”.

Neben der Ankündigung und dem Medien-Hype, welcher vor allem durch diverse Cover-Storys aufkam, gab Smith selber die Tracklist durch ein Hashtag-Ratespiel via Instagram preis. Das Label Young Turks veröffentlichte jedoch am gestrigen Freitag nochmals eine offizielle Pressemitteilung, bei welcher zudem “Gosh” und “Loud Places” ihren Weg an die Öffentlichkeit fanden. Letzterem wurde sogar ein (angemerkt: sehr gutes) Video spendiert.

“In Colour” wird am 29. Mai 2015 [1. Juni UK / 2. Juni US) als CD, Download, 12″ Vinyl sowie auch als 12″ Deluxe Vinyl veröffentlicht. Der Unterschied dabei ist, dass die Deluxe Edition 3 Platten beinhält und mit 45RPM gepresst wird, während bei der normalen 12″ nur eine (mit 33RPM gepresste) Vinyl zu finden ist. Eine Pre-Order Möglichkeit über iTunes, bei welcher man zudem direkt die vier veröffentlichten Tracks bekommt, ist auch gegeben. Spotify hat diese auch bereits.
Die komplette Tracklist als auch weitere Informationen, findet man auf der Website von Young Turks beziehungsweise jamiexx.com.

28. März 2015 / Christian

Volor Flex "The Exclusive"

Volor Flex – Chasing Ghosts

Hach ja, die allseits beliebten “Best Of” CDs, welche alle altbackenden Hits eines Künstlers versammeln – welche man in vielfacher Ausführung bereits im heimischen CD- oder Plattenschrank finden wird – inklusive maximal zwei neuen Tracks, die dann jedoch trotzdem das Kaufverlangen in die Höhe treibt. So aber nicht bei Volor Flex. Ja, der junge Russe hatte bereits vor einer ganzen Weile mit diesem Burial-Tribut Ding aufgehört – das heißt jedoch nicht, dass es da nicht noch eine Menge verstecktes oder auch vergessenes Material gibt. Zumindest reichte eine erste Ausgrabung für ganze siebzehn Tracks, welche angemerkt am diesjährigen Valentinstag ihre Veröffentlichung fanden und mit Sicherheit dem ein oder anderen beim Schwimmen im Selbstmitleid geholfen haben.

Das wirklich überzeugende Argument der LP brachte Volor Flex jedoch mit “Chasing Ghosts”, einem Track welcher erneut die ästhetische Rauheit mancher Burial Tracks schön zusammenfasst und zudem nochmals tief in die Gefilden des Beginns der Burial-Ära 2005 prescht, als Kode9 die EP “South London Boroughs” auf seinem neugegründeten Label “Hyperdub Records” veröffentlichte und damit einen ersten unerwarteten Hype sondergleichen lostrat.
Nostalgie-Momente hin oder her: Volor Flex beweist nun ein letztes Mal, dass er mehr ist als nur eine billige Burial Kopie – was er zudem mit seinem eigenständigen Solo-Projekt Trampique zeigt.

Volor Flex’s “The Exclusives” wurde am 14. Februar 2015 über Dark Clover Records veröffentlicht. Alle weiteren Informationen dazu gibt es auf origamisound.com.

3. März 2015 / Christian

Howling

Howling kündigen Debüt-Album “Sacred Ground” an

Frank Wiedemann, seines Zeichens Innervisions-Mitgründer und Teil von dem House-Duo Âme, und der australische Musiker und Teil von The Acid Ry Cuming alias RY X, treten erneut – beziehungsweise diesmal endgültig – als Howling in der Musikwelt auf und kündigen zugleich ihr Debüt-Album “Sacred Ground” an. Veröffentlicht wird dies am 1. Mai 2015 über Modeselektor’s Monkeytown Records sowie Counter Records und wird – wie bei vorherigen Veröffentlichungen als “Howling” – wahrscheinlich fortan ein warmer Mix aus Field-Recording Elementen, akustischen Klängen, percussiv-fokussierten House-Klängen und dem Gesang von Ry sein.

Eine erste Kostprobe bot dabei die erste Single-Auskoppelung “Signs”, welche zudem ein großartiges und sehr künstlerisches Video bekommen hat. Directed wurde dies von RY X und Constantin Demner; die Single ist seit gestern, dem 13.02., offiziell als Download sowie Stream verfügbar.

Alle weiteren Informationen gibt es auf howlinghowling.com.
Foto: via Facebook

14. Februar 2015 / Christian

Lapalux

Lapalux kündigt neues Album “Lustmore” für April an

Stuart Howard alias Lapalux ist zurück. Nicht als wäre er seit seinem 2013er Release “Nostalchic” je wirklich weg gewesen, doch es wurde stellenweise – zwischen Tracks für Flying Lotus Radiostation bei GTA V, einem kleinen Soundtrack für den Kurzfilm “Chrysalis” von Nick Rutter und Alternate Versions, als auch diversen Remixes – etwas ruhiger. Grund dafür waren wohl die Arbeiten seinem zweiten Album, welches nun am 7. April 2015 über Brainfeeder veröffentlicht werden soll und den Titel “Lustmore” trägt.

Eine erste Single-Auskoppelung – “Closure” mit der Londoner Sängerin Szjerdene -, als auch die Tracklist und das Cover, wurden bereits veröffentlicht und lassen unsere Erwartungen erneut wieder ansteigen.

Tracklist:
1. U Never Know (feat. Andreya Triana) / 2. Sum Body / 3. Closure (feat. Szjerdene) / 4. Midnight Peelers / 5. Push N’ Spun / 6. We Lost / 7. Autumn (Tape Interlude) / 8. Puzzle (feat. Andreya Triana) / 9. Bud / 10. Don’t Mean A Thing / 11. 1004 / 12. Make Money / 13. Funny Games

Lapalux’s Debüt-LP “Nostalchic” wurde am 25. März 2013 über Brainfeeder Records veröffentlicht. Alle weiteren Informationen dazu gibt es auf brainfeeder.net.
Foto: © 2014 Stuart Howard

28. Januar 2015 / Christian

Taucher for LATENIGHTMIX

#10 – Taucher

Mit einer Menge rauer Beats, tiefen Sub-Bässen und dunklen Atmosphären, bringt Taucher nicht nur den düsteren Drum & Bass Genre-Strang nach Deutschland zurück, sondern lässt zudem auch die LATENIGHTMIX Mix Series, nach einer einjährigen Pause, wieder in vollem Glanze aufblühen. So präsentiert der deutsche Produzent in einer halben Stunde eine Vielzahl an Untergrund-Hits wie Detail & Hidden Element’s “Redemption” oder Reza & Gremlinz’s “Bloom” und spielt zudem zwei unbetitelte Stücke, welche (wahrscheinlich) einen ersten Einblick auf zukünftige Veröffentlichungen von Taucher bieten.
Alle weiteren Informationen – und musikalische Kostproben – über Taucher findet ihr auf soundcloud.com/tauchermusic und youtube.com/tauchermusic.

Tracklist:
01. June Miller – “Half Top Feelings” (2011, Horizons Music)
02. Kid Drama – “What Used To Be” (2014, Soul:R)
03. Nuage & THRN – “Don’t Exist” (2011, Translation Recordings)
04. Reza & Gremlinz – “Bloom” (2013, Samurai Horo)
05. Paragon – “Heirship VIP” (2012, Samurai Music)
06. Detail & Hidden Element – “Redemption” (2013, Break-Fast Audio)
07. Khords & R381 – “Blue Landscape (Reza Remix)” (2014, CX Digital)
08. Unknown – Untitled
09. Unknown – Untitled
10. Biosphere – “Poa Alpina” (1997/2011, Biophon Records)

24. Januar 2015 / Christian

SCNTST "Puffer"

SCNTST kündigt "Puffer" LP an

Techno-Wunderkind SCNTST, welches zuletzt mit seiner Debüt-LP “Self Therapy” (2013, Boyznoise) erste Erfolge feiern durfte, wird am 16. Februar sein Folge-Album “Puffer” veröffentlichen. Zu erwarten sind erneut ein Mix aus ausgeklügelten Techno-Texturen und organischen 4×4 Grooves, als auch leichte “Old School” Hip Hop Ansätze, welche der Münchener Produzent bereits immer wieder mal auf seinem Soundcloud Account durchblicken lies und sogar schon auf seinem Debüt in Form des Tracks “Chilliger Track” aufweiste. Eine erste Single, welche bereits einen kleinen Einblick in das Soundbild von “Puffer” gibt, wurde bereits über den MixMag Soundcloud Account veröffentlicht.

Tracklist:
1. Render For Peace / 2. Life Of Ares / 3. Hygh 2k12 / 4. Gletscherspalte / 5. Sers / 6. Ice / 7. Zuge / 8. Mondquelle (Reviewed) / 9. Mondquelle (Spirit Mix) / 10. Flight / 11. Hendy / 12. Generated / 13. Kristall Edition (Fusion Mix) / 14. UV Houzz / 15. H8 Drop

SCNTST’s Debüt-LP “Self Therapy” wurde am 18. November 2013 über Boyznoise Records veröffentlicht. Alle weiteren Informationen dazu gibt es auf boysnoize.com.
Foto: Cover

19. Januar 2015 / Christian

Jamie xx & Four Tet

Jamie xx teast Vinyl-Release der Four Tet-Kollaboration "Seasaw" an

Erinnert ihr euch noch an “Seasaw”, diesem Kollaborations-Track von Jamie xx und Four Tet, welchen die Beiden im Februar 2014 als Teil ihres B2B-Sets für die Young Turks Show auf FBI Radio spielten?
Fans, Hörer und Liebhaber der Tracks von Jamie xx und Four Tet dürfen sich freuen, denn Jamie xx postete erst kürzlich ein ominöses Video auf Instagram, welches zeigt wie eine Master-Platte – der erwähnten Kollaboration, welche leise im Video zu hören ist – entsteht. Ob es sich dabei um eine weitere, mittlerweile dritte Single-Auskoppelung für das kommende Jamie xx Album (welches dieses Jahr endlich kommen soll) oder um eine Four Tet/Jamie xx Single mit eventuell ja noch einem weiteren Track handelt, ist aktuell jedoch noch ungewiss.

Wer einen ersten Vorgeschmack hören möchte, wie solch eine Four Tet/Jamie xx Kollaboration noch klingen könnte, der sollte mal in den (meines Erachtens nach: großartigen) Jamie xx Remix von Four Tet’s “Lion” reinhören.

Jamie xx’s “All Under One Roof Raving” Single wurde am 23. Juni 2014 über Young Turks veröffentlicht. Alle weiteren Informationen dazu gibt es auf theyoungturks.co.uk.
Foto: via pulseradio.net

19. Januar 2015 / Christian

Robot Koch

Robot Koch veröffentlicht "TSUKI" EP – Snippet

Während ich in der Vergangenheit geteilter Meinung über Robot Koch’s Sound war, so ist mein Meinungsbild über “TSUKI” eindeutig: Großartige Sphären, exzellente Sound-Wahl und die Energie altbekannter Robot Koch Tracks, kombiniert in einem Bass-Gewand der Extraklasse. Der temporäre(?) Label-Wechsel von Project Mooncircle zu Monkeytown Records tut dem Wahl-LA’er scheinbar sehr gut, so dass man dank des kürzlich veröffentlichten Snippets nicht nur Heißhunger auf die vollen Tracks der EP bekommt, sondern sich auch beim Spontan-Kauf der 12″ Vinyl erwischen wird.

Robot Koch’s “TSUKI” EP wird am 30. Januar 2015 über Monkeytown Records veröffentlicht. Alle weiteren Informationen dazu gibt es auf monkeytownrecords.com.
Foto: Cover

16. Januar 2015 / Christian

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